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Kreativität für alle
Die Creative Economies sind nicht nur ein Thema für Metropolen und einzelne Wirtschaftszweige.

Eines muss man den Amerikanern lassen: Auf die charismatische Verkündung einfacher und griffiger Botschaften versteht sich niemand besser als sie. Noch bevor Barak Obama mit seiner Vision des „Change“ die Massen in den USA und Europa elektrisierte, hatte es sein Landsmann Richard Florida geschafft, mit einer simplen Formel die Rathäuser und insbesondere die Wirtschaftsförderer in ungezählten großen und gar nicht so großen Städten weltweit in Aufruhr zu versetzen.

TTT - Talent, Technology, Tolerance. Die drei Begriffe waren leicht zu merken, und vor allem boten sie Stoff für Fantasie. In kürzester Zeit konnten Bürgermeister und Amtsleiter Floridas zentrale These zur Zukunftsfähigkeit der Städte im 21. Jahrhundert im Schlaf rezitieren. Dass seine Untersuchungsmethoden umstritten sind und sein Background ein sehr amerikanischer ist, war und ist dabei nicht so wesentlich. Wichtig ist vielmehr, dass mit dem drei T-beinigen Trojanischen Pferd das eigentliche europäische Thema, nämlich der Wert der vielfach kleinteiligen Creative Economies für die ökonomische, räumliche, kulturelle und soziale Stadtentwicklung in die Köpfe der Verantwortlichen vorgedrungen ist.  mehr »